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Historischer Aufstieg dank heimischen Trainern

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BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow
Mirko Schult
Telefon:01 74/2 67 16 26
Website:bscpreussen07.jimdo.com

Trainer mit Geheimrezept

Stand: September 2018

Erfolg verpflichtet: Weil die Kicker in Blankenfelde-Mahlow so gut sind, dass sie sich mit gleich 19 Punkten Vorsprung in die höchste Liga des Landes Brandenburg katapultierten, muss nun in der heimischen Arena in Mahlow kräftig Hand angelegt werden!

„Entsprechend der Vorschriften des DFB wäre das Flutlicht auf den geforderten Stand zu bringen. Außerdem muss eine Kamera für die Übertragung der Spiele installiert werden. Ebenfalls gefordert ist eine funktionierende Lautsprecheranlage“, liest Mirko Schult aus seinem Wunschzettel an die Gemeindevertretung. Er ist sich sicher, dass der sport­begeisterte Bürgermeister Ortwin Baier dafür ein offenes Ohr haben wird: „Schließlich tragen wir in der Brandenburg-Liga nun den guten Ruf unserer Gemeinde durchs ganze Land“, hat der hauptberufliche Umzugs-Kaufmann überzeugende Argumente parat.

Wilde Junge am Ball
Mit dem kometenhaften Aufstieg ist ihm als Vorsitzendem vom „BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow“ ein Kunststück geglückt, von dem man vor Kurzem gar nicht mal hätte träumen wollen.
„Ich habe 2008 den Vorsitz übernommen und trainiere seit 2014 die 1. Herrenmannschaft. Damals waren wir gar nicht mehr spielfähig. Wir waren zu wenige im Team. Nun ging es darum, das Ruder für einen Neuanfang herumzureißen.“
Seine Idee war, auf vereinsfremde Trainer weitgehend zu verzichten. „Mit den eigenen Leuten kann man einen viel besseren Zusammenhalt untereinander und eine stärkere Identifikation mit dem Verein erreichen“, beschreibt er sein Geheimrezept. Diese Strategie ging auf. „Ich schaffte es, die 2. Herrenmannschaft mit den vielen jungen Spielern, die aus unseren eigenen Nachwuchsabteilungen rekrutiert wurden, nach oben zu führen. Damals hatten wir im Team gerade mal ein Durchschnittsalter von nur um die 21 Jahre“, blickt Mirko Schult zurück. Die jungen Wilden ließen sich fortan nicht mehr stoppen!

Abgang aus Liebe
Schließlich gelang mit Kapitän André Blazynski in der Spielzeit 2017/18 der historische Aufstieg in die Brandenburg-Liga. „Unser Ziel ist es, uns hier fest zu verankern. Wir wollen keineswegs jedes Jahr um den Klassenerhalt bangen“, zeigt Mirko Schult, was für ihn Ehrgeiz ist. Dabei geht die Mannschaft die neue Saison mit gebremster Energie an: „Wir haben momentan leider viele verletzungsbedingte Ausfälle.“ Der einzige Abgang ist allerdings den zarten Blüten der Liebe geschuldet. Ausgerechnet Sebastian Schult, einziger Sohn von Vereinschef Mirko Schult, kehrte den Kickern von Blankenfelde-Mahlow den Rücken und wechselte zum SC Bosna Berlin. „Seine Ehefrau Arnela Schult stammt aus Bosnien“, vermutet Trainer Schult als Grund.

Größter Verein im Ort
Dabei war es Sebastian als einziger Sohn mit ansonsten drei Töchtern, der den Papa überhaupt dazu brachte, sich im mittlerweile größten Sportverein der Gemeinde zu engagieren. „Wir haben 630 Mitglieder. Davon engagieren sich 90 beim Baseball. Je 30 Sportler sind beim Kegeln oder machen Aerobic. Der Rest spielt Fußball. Alle Abteilungen spielen hochklassig. Die Frauen sind in der Landes­liga, denn eine höhere Klasse gibt es in ihrem Bereich nicht“, gibt Mirko Schult als weiteren Einblick. Obwohl der Verein also sehr mitgliederstark ist, gilt, „dass jeder Interessent aufgenommen wird. Schließlich gehört es zu unseren Aufgaben dazu beizutragen, dass Kinder und Jugendliche eine sinnvolle Freizeittätigkeit ausüben können. Gemeinschafts­gefühl, Ehrgeiz, Austesten von eigenen Grenzen und Erfolgserlebnisse sind wichtig für die eigene Entwicklung“, beschreibt Schult, dass es immer um ein wenig mehr als „nur“ sportliche Erfolge geht.

Neue Ziele?
Dafür stehen dem Verein nach dem damaligen Zusammenschluss gleich zwei Stadien zur Verfügung, eines in Blankenfelde und die erst kürzlich erneuerte Anlage an der Beethovenstraße von Mahlow. Sollte es dort mal zu heiß hergehen ist übrigens gleich gegenüber die Feuerwache untergebracht.
Schließlich hofft der Verein durch den Aufstieg in die Brandenburg-Liga auf noch mehr Stimmung bei den Spielen als bisher. Und das, obwohl der Eintrittspreis nun von vier auf fünf Euro angehoben wurde: „Die Schiedsrichter verschlingen viel Geld“, beschreibt Mirko Schult die Schattenseite von hochklassigem Amateur-Fußball. Was passiert dann erst, wenn es in die nächste Liga geht: „Dafür fehlen uns momentan alle Voraussetzungen“, zeigt sich der Erfolgstrainer erst mal bescheiden. Mal sehen, wie lange das anhält!