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Wenn die Ostsee lockt – muss die Hochzeit „leiden“

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Buchautoren
Thomas Hartmann, Johanna Kliem, Paul Kliem
Telefon:01 62/6 58 87 66
E-Mail:thomas.hartmann@kkzf.de

Lebensbilder für Nachbarn!

Stand: Oktober 2019

Was ist wichtiger? Die Hochzeit oder der Ostseeurlaub?

Johanna Kliem und Paul Kliem waren sich schnell einig. Der begehrte Ferienplatz in Zingst hat Vorrang. Deshalb wurde die Heirat kurzerhand von August um einen Monat vorverlegt, was sich als Glücksfall erwies. Zum regulären Termin wäre die Feier wohl ohne die „West-Verwandten“ ausgefallen, denn am 13. August 1961 wurde bekanntlich die Mauer gebaut!
Die beiden Mahlower traten später immer wieder in Erscheinung, als „Feuerwehr-Ehepaar“.
Johanna Kliem entschied sich ebenso wie ihr Mann für den aktiven Dienst.

Frauen an die Spritze
„Nur mit Frauenlöschgruppe konnte eine Wehr an Wettbewerben teilnehmen“, erinnern sich die beiden. Zu den dramatischen Einsätzen gehörte der tragische Absturz der Interflug-Maschine Iljuschin IL-62 bei Königs Wusterhausen, der allen 156 Insassen das Leben kostete.
Derart spannende Geschichten, die gut zu lesen sind, machen den Reiz von „Lebensbilder – Geschichten von Menschen aus Blankenfelde, Dahlewitz und Mahlow“ aus.

Privates erhalten
Die Idee dazu kam Thomas Hartmann, dem unter anderem für die Betreuung von Senioren zuständigen Diakon der Evangelischen Kirchen­gemeinde in Blankenfelde.
„Sehr oft erzählten mir Bürger, was sie erlebt hatten. Vieles war so beeindruckend, dass es unbedingt für die nachfolgenden Generationen bleiben soll. Deshalb kam mir die Idee, dies in Buchform festzuhalten“, erklärt Thomas Hartmann.
Er konnte dafür einen Kreis von engagierten Bürgern begeistern, die meist selbst schon mit historischen Einblicken befasst waren.
So traten Antje Diering, Freia Moldenhauer, Helmut Morsbach, Viola Karl, Andreas Dehn und Monika Uwer als Autoren auf, die die Interviews in eine lesbare Form brachten. Fotos aus dem Familienalbum und wichtige Dokumente runden die authentischen Berichte ab.

Älteste Blankenfelderin
Einen großen Stellenwert hat hier das Leben von Luise Meta Räder, das den Anfang der insgesamt neun Porträts ausmacht und fast ein Drittel des 150 Seiten starken Bandes ausfüllt. Schließlich ist die Blankenfelderin selbst in die Ortsgeschichte eingegangen, als die älteste Bürgerin. Sie hat in 103 Jahren den ersten und zweiten Weltkrieg erlebt, berichtet, wie ihr Bauernhaus in Ostpreußen zerstört wurde, wie sie das Aufkommen des Hitler-Regimes und den nächsten Krieg als Inferno erlebte. Wie viele wurde sie vertrieben und landete auf Umwegen in Blankenfelde. „Viele der Personen, mit denen wir gesprochen haben, konnten den Verlust ihrer ursprünglichen Heimat niemals vollständig verarbeiten“, erklärt Thomas Hartmann.

Nächster Band in Arbeit
„Lebensbilder“ macht Geschichte erlebbar, durch Menschen aus der Gemeinde, die man als Nachbarn kennt oder kannte. Deshalb ist es erfreulich, dass der zweite Band in der Vorbereitung ist. Diesmal profitiert das Autoren- und Herausgeber-Team von der inzwischen gewonnenen Routine: „Wir werden nicht erneut fünf Jahre daran arbeiten, sondern planen die Erscheinung bis Ostern 2020“, verspricht Thomas Hartmann.
Das lesenswerte Buch ist als „Bückware“ beim Herausgeber oder in der Blankenfelder Buchhandlung gegen „eine Schutzgebühr“ erhältlich.