Willkommen in Blankenfelde-Mahlow
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Solar-Sonnenschirme fürs Park-Erlebnis?

Bürgenmeister
Ortwin Baier

Wandel in die Zukunft

Stand: September 2018

Traum oder Science Fiction? Während momentan alte Kasernengebäude unter die Spitzhacke kommen, schweben dem Bürgermeister Sonnenschirme inmitten einer Grün­oase vor. Doch Vorsicht, was sich so nach südländischer Idylle anhört, hat es in sich!

Es geht hier nämlich um nicht weniger als um einen Erholungspark der Superlative.
„Die Schirme werden mit Solarelementen ausgestattet. Sind sie komplett ausgefaltet, können sie den Regen auffangen. Mit dem Wasser und dem Strom kann man dann die komplette Parkanlage, die auf Bürgerwunsch auf dem ehemaligen Kasernengelände am Jühnsdorfer Weg entstehen soll, betreiben“, zeigt Ortwin Baier seine futuristische Idee auf.

Futuristische Projekte
Sie ist eine Fortsetzung der bisherigen ungewöhnlichen Projekte. Diese begannen mit der Klimahülle für die „Kita Tabaluga” und gingen weiter mit der Idee eines Hallenbads, das autark funktionieren soll. „Energie würde selbstständig erzeugt, es gäbe an Betriebskosten also nur das Personal zu bezahlen“, schildert der Bürgermeister. Die wissenschaftlich-technische Bestätigung der ungewöhnlichen Ideen gibt es von der TU Berlin, die mit großem Interesse diese Projekte begleitet.
Während hier die Zukunft beschrieben wird, ist auf dem Parkplatz der Gemeindeverwaltung diese bereits Wirklichkeit geworden: „Wir haben jetzt sechs Elektrofahrzeuge in Betrieb. Für Mitarbeiter, die weitere Strecken zurücklegen, wurden zwei Hybrid-Fahrzeuge angeschafft“, gibt Ortwin Baier Einblick.

Schule der Zukunft
Zukunftsweichen werden überall in der Gemeinde gestellt. Dazu gehört der Gymnasium-Anbau. Es entstanden Klassenzimmer und futuristisch anmutende Fach­räume. Über jedem Pult der Schüler hängt ein auffallender weißer Kasten: „Darin sind Anschlüsse für Computer und Arbeits­geräte. Man kann das bei Bedarf herunterziehen. Insgesamt gibt es hier keine normale Tafel mehr. Alles ist auf die digitale Welt ausgerichtet, in die wir gerade mit Volldampf steuern“, staunt der Bürgermeister. „Wer hätte sich das zu meiner Zeit vorgestellt?“
Wahrzeichen des mehrgliedrigen Gebäudes ist eine auffallend repräsentative Eingangstreppe. Sie führt in eine Aula, die lichtdurchflutet ist. Mit der Bühne hat sie das Potenzial, weit über die Nutzung durch das Gymnasium selbst zum neuen Veranstaltungszentrum der Gemeinde zu werden.

5 000 Arbeitsplätze?
Ob das Gymnasium auf Dauer dem Ansturm standhält? „Trotz BER ist Blankenfelde-Mahlow Zuzugsgebiet. Das bedeutet, dass wir neue Wohngebiete ausweisen müssen. Dem kommt zugute, dass die Stadt Berlin nun bereit ist, Flächen ihrer Stadtgüter, die in Nachbarschaft zum Roten Dudel und zu Mahlow-Waldblick liegen, dafür zu verkaufen. Zudem gibt es noch Entwicklungsmöglichkeiten im Mittelteil vom Musikerviertel. Des Weiteren besteht ein großes Interesse von Firmen, sich hier anzusiedeln. Dafür wäre die Ausweisung neuer Gewerbeflächen nötig. Meiner Einschätzung nach könnten hier mindestens 5 000 Arbeitsplätze entstehen. Nun ist es an den Gemeindevertretern, dafür die Weichen zu stellen. Mittlerweile gibt es allerdings immer mehr Stimmen, die einem derartigen Anwachsen der Gemeinde skeptisch gegenüber stehen“, weist Ortwin Baier auf den Zündstoff hin, den diese Möglichkeiten mit sich bringen.

Endlich schuldenfrei!
Rein finanziell gesehen ist die Gemeinde gar nicht großartig auf Erweiterung angewiesen. „2019 werden wir komplett schuldenfrei sein“, strahlt der Bürgermeister. Dabei macht ihm der Weg dahin ziemliche Arbeit: „Beträge über einer Million Euro werden von den Banken mit Negativzinsen von 0,4 Prozent belegt. Das bedeutet, dass wir noch etwas dafür bezahlen müssen, dass wir Kapital auf der hohen Kante haben“, wundert sich Ortwin Baier kopfschüttelnd über die gerade herrschenden „neuen Zeiten“. So appelliert er an die Gemeindevertreter, mehr in die soziale und technische Infrastruktur zu investieren um so zusätzliches Anlagever­mögen für die Gemeinde zu schaffen und damit einem weiteren Vermögensverfall entgegen zu treten.

Verpasstes Zentrum
An dieser Stelle wird er durchaus ärgerlich: „Wir wollten 2014 im neuen Rathaus in Blankenfelde arbeiten. Es war geplant, dass hier ein Zentrum für die gesamte Großgemeinde entsteht. Dazu gehörte ein kleiner Park mit dem begehbaren Brunnen zum Wohlfühlen. Nun wurden im Zuge von Klagen dagegen drei Millionen Euro an Steuergeld verschleudert. Die Verwaltung bezahlt in Mahlow jeden Monat 18 000 Euro Miete, die einfach weg sind. Dieser Zustand wird sich jetzt auf Jahre nicht ändern lassen. Die Bahn will 2020 mit dem Tunnelbau beginnen, der mindestens vier Jahre dauern wird. Vorher kann dort nicht mit dem neuen Rathaus begonnen werden“, schildert der Bürgermeister. „Meine Darstellung zum Planervertrag und diesem modellhaften Projekt war geprägt von Kostensicherheit und Transparenz. Dabei ging es um 8,9 Millionen Euro Hochbau­kosten. Ich wurde in allen Gerichtsinstanzen bestätigt. Nun entstand ein Eigen­schaden von drei Millionen Euro, der unter anderem der Fraktion BVBB-WG zuzurechnen ist und zulasten der Steuerzahler geht!“

Wohlfühlen für alle
„Insgesamt sind in meiner Amtszeit etwa 70 Millionen Euro allein in Bildung, Brandschutz, Sportstätten, Bürgerhäuser und Straßenbau geflossen. Durch die Neu­gestaltung des Gesundheitszentrums durch unsere gemeinde­eigene Wohnungsbaugesellschaft konnte in diesem Bereich ebenfalls ein wichtiger Fortschritt erzielt werden. Parallel dazu entstehen weitere 20 senioren­gerechte Wohnungen“, gibt Ortwin Baier einen weiteren Einblick.Weil sich Bürger in jedem Alter gerne in der Gemeinde erholen möchten, entstehen immer wieder Ruheoasen. Jüngstes Beispiel ist der Karl Marx Platz in Mahlow. Die Thälmannstraße hingegen wurde mit 2 000 Blumen ausgestattet. Am Rande von Waldblick entstand auf Bürgerwunsch ein neuer Spielplatz. „Da fehlt noch das Sonnensegel für die Buddelkiste“, schreibt sich Ortwin Baier im Zuge der Besichtigung ins Aufgabenheft. In Blankenfelde stehen mit dem Birkenwäldchen neue Erholungsmöglichkeiten zur Verfügung. „Da werden Wünsche aus dem Bürgerhaushalt umgesetzt“, erläutert Ortwin Baier.

Immer in Sicherheit
Eine immer schöner werdende Gemeinde ist viel wert, doch darin möchte man zu jeder Minute sicher leben. Das ist vielfach den Freiwilligen Feuerwehren zu verdanken. Deshalb erfreuen sich diese einer kontinuierlichen Unterstützung. So bekommt die Feuerwache in Dahlewitz einen Anbau mit Rettungsstelle. In Jühnsdorf geht es ebenfalls um einen Anbau. Gleich daneben sind das Dorfgemeinschaftshaus und die Feldsteinkirche, die denkmalgerecht mit einer Mauer umrahmt wurde. Das sieht auf den ersten Blick attraktiv aus. Da geht die unschein­bare Linde im Hintergrund ziemlich unter. Doch dies soll anders werden: „Sie ist aus einem alten Baum heraus­gewachsen. Diese Franzosenlinde rettete während der Befreiungskriege gegen Napoleon einem Soldaten das Leben, da er sich in dem damals sehr massigen Baum drei Tage verstecken konnte“, weiß Ortwin Baier.
Er selbst hat bei den Erfolgen seiner nunmehr 15-jährigen Amtszeit keinerlei Anlass, sich zu verstecken und hat dies selbst bei den hitzigsten Diskussionen noch nie getan. Schließlich ist er als früherer Polizist gewohnt, in jeder Situation seinen Mann zu stehen!