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Aus dem Stand erfolgreich: In letzter Minute zum Erfolg

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Chellistin
Alexandra Marx
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Wunderkind am Cello

Stand: Oktober 2019

Brandenburgs ausgezeichnete Jung-Cellistin ist gerade mal elf Jahre alt und kommt aus Blankenfelde. Sie gewann „aus dem Stand“ einen ersten Preis beim Landeswettbewerb von „Jugend musiziert“.

Dabei hätte Alexandra Marx fast die Anmeldung verpasst: „Wir sind aus Siegburg nach Blankenfelde gezogen, weil mein Arbeitgeber, die Konrad-Adenauer-Stiftung, unsere Arbeitsstätte nach Berlin verlagert hat“, blickt Vater Stefan Marx zurück. „Wir hatten vieles zu erledigen. Die Aufnahme an der Musikschule ‚Regenbogen‘ in Blankenfelde klappte nur, weil die Lehrerin Annika Gaube ein Auge zudrückte, obwohl der Kurs eigentlich voll war. Zudem war es für sie das erste Mal, dass sie einen Schüler zum Landeswett­bewerb anmeldete“, schildern die Eltern Elena Shestakova und Stefan Marx, was sich vor dem Erfolg hinter den Kulissen abgespielt hat.
„Obwohl ich schon öfters aufgetreten bin, war ich total aufgeregt“, erinnert sich die aufgeweckte Elfjährige an den spannenden Tag.

Erfahrene Preisträgerin
In dem rheinländischen Siegburg, der ursprünglichen Heimat, begann sie als kleines Mädchen, das „große“ Instrument zu erlernen.
„Ich schwankte zwischen Geige und Cello. Dabei überzeugte mich beim Cello, dass das Instrument so groß ist und einen so angenehmen Klang hat“, erklärt sie ihre damalige Entscheidung.
Ihr immenses Talent verbunden mit fleißigem Üben und der Förderung durch die ört­liche Musikschule führte schon bald zu großen Erfolgen: „Ich gewann mehrmals den Wettbewerb ‚Musizierende Jugend im Rhein-Sieg-Kreis‘. 2017 nahm ich erfolgreich am Regionalwettbewerb ‚Jugend musiziert‘ teil. In diesem Alter gibt es leider keine Weiterleitung zum Landeswettbewerb“, gibt sie Einblick.

Zu jung für den Erfolg?
Dabei verweist die Familie auf ein Dilemma des Wett­bewerbs: „Einerseits soll man früh mit der Musik beginnen, andererseits gibt es erst ab elf Jahren die Möglichkeit am Landeswettbewerb teilzunehmen. Die Chance auf den Bundeswettbewerb gibt es sogar erst ab 13 Jahre. Wenn Alexandra 2020 zwölf Jahre alt ist, kommt sie also immer noch nicht weiter als jetzt. Dabei ist es sehr wichtig, sich mit anderen messen zu können“, erklärt Vater Stefan Marx.

Geigen-Virtuosen
Für 2020 hat Alexandra Marx schon große Pläne: „Ich werde zusammen mit Josefine Katzer als Duo auftreten. Die ist ebenfalls Preisträgerin und spielt unglaublich toll Geige. Schließlich wird sie von ihrer Mutter unterrichtet“, strahlt die junge Cellistin.
Katharina Katzer ist bekannte Geigen-Virtuosin, die zusammen mit Ehemann Cornelius Katzer im „Katzer-Quartett“ auftritt. Während sie aus Blankenfelde stammt und ihre Laufbahn an der von Wolfgang Locher geleiteten „Musik und Kunstschule Regenbogen“ startete, stammt Cornelius Katzer aus einer bekannten Musiker-Familie aus Berlin-Köpenick.
Mit vier hat er sich aus einer Spielzeugangel eine „Geige“ gebastelt, mit fünf ging er auf eigenen Wunsch zum Violinunterricht.
Noch während des Studiums an der renommierten „Hochschule für Musik Hanns Eisler“ wurde er vom „Berliner Symphonie-Orchester“, das heute „Konzerthausorchester Berlin“ heißt, angestellt. Hier ist er als „erster Geiger“ präsent.
Dass er vom attraktiven Müggelsee nach Blankenfelde-Mahlow gezogen ist, verdankt die Gemeinde der Liebe.
Neben Tochter Josefine Katzer steht ihr Bruder Constantin Katzer ebenfalls in der musikalischen Tradition der Familie, als Cellist. Ob da Alexandra Marx eine Konkurrenz erwächst?

Cello als Beruf?
Dies kann ihr in der eigenen Familie ebenfalls passieren. Schließlich hat sich Bruder Valentin Marx von der Freude an Musik anstecken lassen und übt fleißig am Klavier. „Ich lerne einfach mit“, strahlt die Schwester.
Trotz junger Jahre hat sie feste Überzeugungen: „Ich mag als Komponisten am liebsten Wolfgang Amadeus Mozart, der ja ebenfalls sehr jung angefangen hat und David Popper, der ein bekannter Cellist und Komponist des 19. Jahrhunderts war“, gibt sie Einblick in ihre Vorlieben. Was das Berufsziel angeht, sind die Ideen der Gymnasiastin auf dem Blankenfelder Kopernikus-Gymnasium ebenfalls gefestigt: „Ich möchte gerne Künstlerin, Bundeskanzlerin oder Cellistin werden!“

Star-Cellist in Blankenfelde
Dazu hat sie in der Gemeinde übrigens ein prominentes Vorbild: Professor Josef Schwab, der den Musikschul-Verein in Blankenfelde-Mahlow leitet und gerade seinen 85. Geburtstag feiern konnte, ist eine Koryphäe auf diesem Gebiet.
Er leitete viele Meister­klassen an der „Hochschule für Musik und Theater Leipzig“ und ist als Solist mit seinem Violincello weltweit gefragt. „Ich spiele außerdem Saxofon, Klavier und eine Menge anderer Instrumente. Mir war immer Vielfalt wichtig“, meint er bescheiden.
Dabei stand er als Solo-Cellist mit dem Leipziger Gewandthausorchester auf internationalen Bühnen und wirkte in dieser Position in Berlin in der Staatsoper und in der Komischen Oper.
„Ich liebe neben der Klassik aber ebenso Jazz“, gibt der gebürtige Ungar zu.
Mal sehen, ob Alexandra Marx eines Tages diese Fußstapfen ausfüllen wird. Jedenfalls hat sie schon jetzt eine Menge dazu beigetragen, den Ruf der Gemeinde als „Musiker-Oase“ weiter zu verstärken.