Willkommen in Blankenfelde-Mahlow
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Wie aus „Außenseitern“ gefragte Sportlerinnen wurden: Mit Wettkampfaerobic deutschlandweit gefragt

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Gymnastik- und Aerobicverein Mahlow
Daniela Hoffmann
Telefon:0 33 79/37 22 78
Website:www.gav-mahlow.de

Attraktive Show

Stand: Oktober 2020

Mitreißende Musik, gleitende Bewegungen, damit macht Blankenfelde-Mahlow bundesweit Furore. In der Gemeinde befindet sich einer der wenigen Vereine, die Wettkampfaerobic anbieten. Er kann 2021 bereits das runde 20. Jubiläum feiern.

Für diese relativ neue Sportart gibt es ein strenges Reglement, das vom Deutschen Turnerbund ausgearbeitet wurde: „Hier sind gute Beweglichkeit, Körpergefühl, akrobatische Elemente, Kraft sowie Sinn für Rhythmus und Musik gefragt“, fasst Nadine Lützow zusammen. Die heute 28-jährige Lehrerin für Sport und Französisch am Fontane-Gymnasium im benachbarten Rangsdorf ist in Blankenfelde-Mahlow Trainerin für die ungewöhn­liche Sportart.
Sie war vorher selbst erfolgreiche Athletin: „2015 konnten wir als Gruppe die Deutsche Meisterschaft gewinnen“, strahlt sie. „Ich wurde als kleines Kind von meiner Tante Katja Polster, die jetzt stellvertretende Vorsitzende bei uns ist, für diesen Sport begeistert und bin seitdem dabei“, blickt sie zurück.

Eigener Verein
Vereinsvorsitzende Daniela Hoffmann hat mit dem Erfolg „ihres“ Vereins eine aufsehenerregende Entwicklung erreicht. Die 46-jährige haupt­berufliche Anästhesie-Krankenschwester löste 2001 die Gruppe von Gymnastik- und Aerobic-Begeisterten aus dem Mahlower SV heraus.
Mittlerweile hat ihr Verein „GAV Mahlow e.V.“ an die 300 Aktive, die von über zwei Dutzend Trainern und Übungs­leitern betreut werden.

Große Altersspanne
„Unsere Mitglieder sind zwischen vier und 80 Jahre alt“, beschreibt sie das breite Altersspektrum. Die gefragten Disziplinen sind Gymnastik, Aerobic, Fit ab 50 sowie die Kinderabteilungen, zu denen eine Showgruppe gehört.
Schlagzeilen macht aber immer wieder die Wettkampf­aerobic.
„Wir nehmen verteilt übers Jahr an Ausscheidungen in ganz Deutschland teil. Es ist uns gelungen, die Gemeinde als festen Veranstaltungsort für die Offenen Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften zu verankern. Die Turniere finden in der Halle in Dahlewitz statt, weil wir dort unseren speziellen Sprungboden aufbauen können. Er ist eine Voraussetzung für eine derartige Veranstaltung“, beschreiben Nadine Lützow und Daniela Hoffmann. „Es gibt in Deutschland nur insgesamt etwa 17 Wettkampfaerobic-Vereine. Nicht jedes Bundesland hat einen. Berlin hat nur einen einzigen Verein für diesen Sport, wir sind in Brandenburg die einzigen“, beschreibt Daniela Hoffmann.

Beweglich und musikalisch
Die Wettkämpfer teilen sich in eine Kinder- und eine Erwachsenen-Gruppe auf.
Auftritte sind solo, im Duo oder in Gruppen mit jeweils bis zu zwölf Mitwirkenden möglich. Es ist keine Geschlechtertrennung vorgeschrieben.
Wer hier aktiv werden will, muss sich allerdings vorher im Rahmen einer Sichtung beweisen: „Beweglichkeit und Rhythmusgefühl sollten schon vorhanden sein. Mindest­voraussetzung ist, dass man zumindest fit genug ist, ein Rad vorzuturnen“, erklärt Nadine Lützow.
Zudem muss man Zeit mitbringen: Um fit für deutschlandweite Wettbewerbe zu werden, heißt es, zweimal in der Woche zu trainieren.

Männermangel
Für die tollen Erfolge ist übrigens noch weit mehr als das bloße turnerische Können nötig. „Es geht um eine athletische Show mit mitreißender Musik und fesselnder Choreografie. Diese Programme stelle ich selbst zusammen. Dazu kommen dann noch die Kostüme. Hier haben wir das Glück, dass wir mit Anna Sommer ein Vereinsmitglied haben, das vieles für die Ausstattung der Auftritte näht“, lobt Daniela Hoffmann. Trotz der herausragenden Stellung in diesem ungewöhnlichen Sport verweist die Vorsitzende auf eine Schwachstelle: „Wir haben leider noch keine männ­lichen Aktiven für uns gewinnen können. Der einzige Junge, der bei uns war, hat sich nach drei Jahren dann doch für Fußball umentschieden. Dabei haben Jungs erhebliche Vorteile, da sie von Natur aus mehr Kraft aufweisen. International gibt es viele männliche Athleten in dieser Disziplin!“
Mal sehen, ob sich jetzt doch noch der eine oder andere traut – immerhin lockt als Vorteil, Hahn im Korb unter attraktiven Sportlerinnen zu sein!

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