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Fasziniert von Indianern: Kühle Technikerin schafft Märchenlandschaft

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Keramik-Künstlerin
Gudrun Kupsch
Telefon:0 33 79/3 83 74
Website:tonundkunst.de/keramik

Heiße Liebe am Brennofen

Stand: Oktober 2020

Jugendlektüre kann späte Folgen haben: Eine Keramik-Künstlerin hat die Erinnerung an die Abenteuergeschichten der Kindheit dazu verführt, sich jetzt in ihrem Haus in Blankenfelde mit den mystischen Tier- und Pflanzenornamenten der Pueblo-Indianer zu beschäftigen.

„Ich habe als Kind sehr gerne Indianergeschichten gelesen“, schmunzelt Gudrun Kupsch. Jetzt fließt die geheimnisvolle Naturverbundenheit in ihre neuesten Arbeiten ein.

Ideenlos ans Werk
Dabei zeigt schon ihr Garten, dass bei ihr eine große Sensibilität fürs Draußen besteht. Überall spitzeln Frauenköpfe, Statuen oder Fantasiegestalten zwischen Büschen und Blumen hervor. Sogar einen „Hexenturm“ hat sie kreiert, mit echtem Metalltor „vom örtlichen Schmied“, wie sie stolz erklärt. Ungewöhnlich ist die Arbeitsweise von Gudrun Kupsch: „Ich gehe ohne feste Vorstellung ans Werk. Erst wenn ich beginne, reift bei mir, was ich schaffen möchte. An der Keramik fasziniert mich die Verbindung von Handarbeit, nötigem Fachwissen und Kunst“, gibt sie Einblick. Ähnlich entsteht Malerei als für sie neue Ausdrucksform: „Hier muss es bunt und großflächig zugehen“, macht sie neugierig.

Nüchterne Technikerin
Das ist für eine nüchterne Technikerin, wie es Gudrun Kupsch war, mehr als erstaunlich. Sie stammt aus Cottbus, hat in Forst Textiltechnik studiert und ihr erlerntes Wissen in einem Nebenbetrieb der weltberühmten „Plauener Spitze“ in Flöha bei Chemnitz zur Optimierung der industriellen Abläufe eingesetzt.
Dass sie sich ausgerechnet für einen Töpferkurs als Freizeit­beschäftigung entschieden hat, führte zu weitreichenden Folgen.

Liebe am Brennofen
Denn ausgerechnet beim heißen Brennofen funkte es erheblich zwischen ihr und Norbert Kupsch, dem heutigen Ehemann. Da er aus Blankenfelde stammte, zog es das Paar schließlich 1981 dorthin. Damit war Gudrun Kupsch ihrer ursprünglichen Heimat, der Lausitz, ja ebenfalls etwas näher. Neben Fantasie und Farbe ist der Sinn für oftmals versteckten Humor ein Erkennungsmerkmal ihrer Arbeiten. So muss ein armer Hase mit einer Schnecke im Auge auskommen. Die diversen Masken, die sie gerne auf der Theaterbühne verwendet sehen wollen würde, zeugen ebenfalls von manchem Hintersinn. „Ich mache nur Unikate. Gebrauchskeramik interessiert mich weniger, das machen andere besser“, beschreibt sie ihre Leitlinie.

Harmonie im Garten
Leider kommt es nur selten zum Töpfern in Familie, denn Ehemann Norbert Kupsch ist als Elektrotechniker vielfach beruflich gefragt. Deshalb hat sich die Ehefrau nun dem weiteren Hobby ihres Mannes angenähert.
„Er spielt gerne Gitarre, ich versuche das gerade zu lernen.“ Mal sehen, wann das Duo Kupsch zum Konzert in den zauberhaften Märchengarten einlädt!

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